Mein Mann hat Krebs

 

Das ist Charly, mein Mann, geboren 1948. Vor zehn Jahren wurde bei ihm ein Prostatakrebs diagnostiziert. Er entschied sich für eine Totaloperation. 

 

Am 7. August 25 erhielten wir die Nachricht, dass der Krebs gestreut hat. Die Diagnose erschütterte uns nicht. Wir sagten uns: "Der Krebs muss nicht das Ende sein." 

 

In diesem Blog berichte ich, seine Frau, für welchen Weg wir uns entschieden haben. Wir, weil ich als Partnerin ja von dieser Diagnose auch betroffen bin. Wir wollen diesen Weg gemeinsam gehen.

 

 

14. Januar 2026

Ich empfehle gerne ein Buch von Rick Simpson: "Die Antwort der Natur auf Krebs - Rick Simpson Öl. Wie Cannabis viele verschiedene Krankheiten heilt oder in Schach halten kann."
Ich bin daran, es zu lesen, weil das Cannabisöl von Simpson eine sehr gute Wirkung bei Krebs zeigen soll. Ich weiss, es gibt unzählige Heilversprechen. Mal heilt Wasser, dann sind es Mikronährstoffe, zB Vitamin C. Auch Karottensaft soll Krebs besiegen. Von Cannabis aber halte ich viel. Nicht umsonst ist diese Pflanze bei uns verboten. Wie kann es überhaupt sein, dass Regierungen und Pharma uns eine PFLANZE verbieten. Eine Pflanze aus Gottes wunderbarer Schöpfung. Sie hat eine ungeheure Heilkraft, und vermutlich deshalb verbietet man uns den Anbau und den Konsum.

Wer aber sehr krank, ja evtl. unheilbar krank ist, der soll halt auf dieses Gesetz pfeifen. Je mehr ich mich mit dieser Pflanze beschäftige, umso überzeugter bin ich von ihrer Wirkung und ihrer Fähigkeit, sogar Krebs zu heilen.

 

13. Januar 2026

Gestern haben wir die Werte der PSA-Untersuchung erhalten. In einem Monat ist der Wert von 100 auf 200 gestiegen. Das ist keine gute Nachricht. Wir sind nun seit viereinhalb Monaten daran, diese Therapien, die Charly im 3E-Zentrum in Buoch gelernt hat, umzusetzen. Das geschieht so gut es halt geht, mit kleinen Ausnahmen. Dann waren da die Vitamininfusionen sowie die Farbtherapie bei unserer Ärztin. Wir hätten wenigstens erwartet, dass die Werte konstant bleiben. 

Letzte Woche waren wir in der Hirslandenklinik bei einem Onkologen zu einem Beratungsgespräch. Er meinte, da die Lymphknoten dynamisch seien, würde er eine Hormontherapie empfehlen. 

Ja, wie weiter? Charly hat sich entschieden, nun mit dem Rick Simpson-Oel zu beginnen. Gestern hat er das Oel zum ersten Mal genommen. Mal einen Tropfen. Gedacht ist, dass er die Dosis steigert. Natürlich ist die Beschaffung des Oels wieder kompliziert, denn Cannabis ist noch immer für unsere Regierungen und die Pharma ein "Teufelszeug." Aber wo ein Wille ist, ist ein Weg.
Wir bleiben zuversichtlich. Schön ist, dass wir zusammen über alles reden können und unsere Situation auch offen im Familien- und Freundeskreis diskutieren. Für eine Krankheit muss man sich nicht schämen. WIR BLEIBEN POSITIV!

 

7. Januar 2026

Es ist nicht immer einfach mit dieser Kocherei. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich permanent in der Küche stehe und Gemüse rüste. Charly, der vor dieser Ernährungsumstellung oft und gut kochte, fühlt sich mit all den neuen Lebensmitteln unsicher. Ich muss ihn demnächst mal etwas einführen, damit er ohne mich nicht verhungert :-). 
Mein Problem ist, dass ich Gemüse noch immer nicht sehr gerne esse. Ich kann mich einfach damit nicht anfreunden. Und das ist natürlich sehr schade, denn es nimmt mir die Freude am Kochen. Es ist viel Fantasie nötig, um diese Kost so umzusetzen, dass sie auch die Geschmacksknospen befriedigt. Aber wir bleiben dran.

Charly hat seit zwei Wochen dreimal pro Woche Vitamin-Infusionen, sowie eine Farbtherapie. Ihm werden die fünf Grundfarben mit Laser ins Blut gebracht. Der Nutzen bei Krebs ist nicht erbracht, doch ist die Ärztin davon überzeugt, dass es ihm auf jeden Fall gut tut.

 

22. Dezember 2025

Heute hat uns mein Sohn ein Buch von Rick Simpson, sowie das Rick-Oil gebracht. Simpson hat dieses Cannabis-Oel entwickelt, mit dem er seinen Krebs besiegt hat. Wir wollen alles versuchen, was helfen kann, sofern es dem Immunsystem dient und es nicht demontiert, wie es Chemotherapien und Bestrahlungen tun. Am 31. Dezember haben wir noch einen Termin bei einem Onkologen. Charlys Gefässchirurg meinte, es würde nichts schaden, andere Optionen wenigstens anzuhören.  

 

3. Dezember 2025

Nach drei Monaten hat Charly einen Bluttest gemacht. Wir waren vorbereitet, dass zu Beginn der Kur der PSA-Wert noch steigen kann, ja dass es zu Beginn sogar zu einem Tumorwachstum kommen kann. Und so war es auch bei ihm. Der PSA-Wert ist von 114 auf 122 gestiegen. Die Monate zuvor stieg er jedoch jeweils enorm, sodass wir uns zurzeit noch keine Sorgen machen.

Übrigens macht Charly die Kaffee-Einläufe nicht mehr, da es seinem Herzen nicht gut tat. Dafür hat man ihm im 3E-Zentrum geraten, anstelle der Einläufe regelmässig Leberwickel mit Schafgarbentee zu machen.

 

1. November 2025

Ich bin immer wieder verunsichert, ob diese ganze Lebens- und Ernährungsumstellung wirklich hilft, den Krebs dazu zu bringen, sich zurückzuziehen. Charly geht unbeirrbar seinen Weg und ist vom Erfolg überzeugt. Ich habe zurzeit wenig Energie, bin ständig müde. Eigentlich würde ich mir erhoffen, bei so viel gesundem Essen etwas mehr Energie zu verspüren. Vielleicht erwarte ich zu viel?

 

20. Oktober 2025

Heute hat bereits die vierte Woche unserer Ernährungsumstellung begonnen. Vieles hat sich eingespielt. Unser Kühlschrank ist immer gefüllt mit verschiedenen Gemüsen. Der Vorratsschrank ist voll mit Amaranth, Linsen, Bulgur, Quinoa, Buchweizen, Kastanien. Heute haben wir noch Lupinenkaffee gekauft. Charly findet ihn ok. 

Ich gebe mir alle Mühe, abwechslungsreich und geschmackvoll zu kochen. Aber mir fehlt das, was ich bisher brauchte, um Gemütlichkeit zu empfinden. Am Abend ein Glas Hugo, einen Kuchen backen und natürlich auch essen. Nach dem Einkaufen in ein Café sitzen und ein Croissant essen. Wohlbefinden hat viel mit Essen zu tun. Ein richtiges Wohlbefinden hat sich bei mir noch nicht eingestellt. Aber alles ist Gewohnheit. Wenn es Charly hilft, so machen wir das. Und schaden wird es mir ja nicht. Im Gegenteil.

 

17. Oktober 2025

Mir fehlen Guetzli und das Backen. Ich habe zu Hause Datteln, Nüsse, Carobpulver und Haferflocken. Also los. Erfinde ich mal gesunde Guetzli. Mal sehen,obs gelingt. Und ja, es ist gelungen. Das Rezept findet Ihr auf der Budwig-Seite dieses Blogs.

 

15. Oktober 2025

Heute kam alles ein wenig Durcheinander. Wie immer mittwochs, treffen wir uns in Dübendorf am Markt mit einigen Freunden in einem Café. Seit Charly zu Hause ist, waren wir zum ersten Mal wieder im Kaffeetreff. Wobei natürlich Kaffee ein grosses Wort ist. Den konsumiert Charly nur noch über den Darm.

Natürlich wollten alle wissen, wie es im 3E Zentrum war und wie wir mit der Umstellung zurecht kommen. Plötzlich war es 11.00 h. Der Saft war abgefüllt im Auto, und wir hatten eigentlich noch ein paar andere Dinge erledigen wollen. Zum Glück war noch Essen von gestern übrig. So habe ich den Krautstielgratin für Charly aufgewärmt. Für Salat wurde die Zeit zu knapp, da ich um 13.00 h einen Termin hatte. Der Gratin reichte nur noch für Charly. Für mich gabs ein Brötchen mit Käse, Trauben und Cashews. 

Wir sind keine Maschinen und einen Chip für KI haben wir uns auch nicht implantieren lassen. Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen. Jeder Tag, neues Glück. Morgen machen wir es besser. 

 

12. Oktober 2025

Kaum ist die Küche nach dem Mittagessen aufgeräumt, ist schon bald wieder Zeit für den frischgepressten Saft. Einige Studien belegen offenbar, dass die in Karotten enthaltene Substanz Falcarinol verhindert, an Krebs zu erkranken. Es wird viel erzählt, viel geforscht und die Anzahl Studien ist unendlich. Auf jeden Fall sind in fast allen unserer Säfte auch Karotten enthalten. Sie schmecken gut. Heute nun ein Karotten-Mangosaft. Er hat gut geschmeckt.

 

Bilanz nach zwei Wochen

11. Oktober 2025

Ich bin entspannter. Im Alltag mit festem Stundenplan zu leben, mag für Manche möglich sein. Für uns geht das nur bedingt. Auch wenn Johanna Budwig meint, alles müsse frisch gekocht sein (wegen der Energie im Essen) kochen wir die Abendsuppe jeweils für drei Tage. Auch den frischen Saft trinken wir nicht immer pünktlich um 10.00 und um 15.00 Uhr. Was nützt die "gesündeste" Lebensweise, wenn sie uns stresst? Wir wollen alles so gut wie möglich machen. Mehr geht nicht.

Wir kochen beide sehr gerne. Ich koche selten nach Rezept. So haben wir beschlossen, dass wir das "neue" Essen so kreativ wie möglich zubereiten. So macht es Spass, auch mit Buchweizen & Co. zu kochen. Unser Essen ist schmackhaft. Rahm wird mit Kokosmilch ersetzt. Angebraten wird ausschliesslich mit Kokosfett. Aktuell denke ich, wir rocken das.

 

1. September 2025

Mein Sohn Michi und ich bringen Charly am 1. September nach Buoch, nahe Stuttgart. Neben ihm beginnen weitere 16 Krebspatienten die Therapie, welche total vier Wochen dauert. Zur Therapie gehören die Budwigkost, regelmässiges Coaching durch erfahrene Fachpersonen, Kafeeeinläufe, Basenbäder, Spaziergänge. Es wird nach der Ursache der Erkrankung geforscht. Charly lernt Visualisieren und arbeitet mit Affirmationen. Der Tag ist getaktet mit Ölziehen, dem Trinken von Sauerkrautsaft, Kaffeeeinlauf, Basenbäder. Und natürlich die Öl-Eiweisskost nach Johanna Budwig.

Während unserer täglichen Telefonate merke ich, dass Charly richtig aufblüht. Es gefällt ihm igut. Das erste Mal in seinem Leben, wo es vier Wochen lang nur um ihn geht und er Zeit hat, sich mit seinem bisherigen Leben zu beschäftigen.

Doch zunehmend mache ich mir Sorgen, wie das nach der Kur zu Hause zu stemmen ist. Ich habe mich entschlossen, Charly wo immer es geht, zu unterstützen und die Ernährungsumstellung mitzumachen. Dies, obwohl ich Gemüse nicht besonders mag und ich mich von Süssigkeiten ernähren könnte. Aber wie geht das mit dem Zeitmanagement? Haben wir überhaupt noch Freizeit? Soziale Kontakte? Ferien? 

Wie geht das mit den Kaffeeeinläufen. Schafft er es regelmässig aufs Klo oder muss man mit Pannen rechnen?

 

 

 

Ich werde noch zum "Gmüesjoggel"

Ich kaufe Gemüse, das ich nie im Leben gekauft habe. Und ich mische in den Speisen Vieles durcheinander. Das hätte ich vor zwei Wochen nie gemacht. Aber interessant: es schmeckt immer.

Wir könnten eine Kompostdeponie gründen. Der tägliche Rüstabfall ist beträchtlich!

 

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